Scaphoid‑Pseudarthrose Heilung durch ESWT und EMTT – Erfolgreicher Fallbericht Januar 2026

Eine Pseudarthrose des Os scaphoideum (Kahnbein) gehört zu den schwierigsten Verletzungen der Handchirurgie. Die besondere Blutversorgung des Kahnbeins macht die Heilung komplex – selbst nach operativer Versorgung kann es zu einer verzögerten oder ausbleibenden Konsolidierung kommen. Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne regenerative Orthopädie mit ESWT und EMTT die Knochenheilung reaktivieren und eine erneute Operation vermeiden kann.

CT‑Bild mit deutlicher Kahnbein‑Pseudarthrose bei Zustand nach Herbert‑Schraube und Beckenkammspan
Ausgangsbefund mit klar erkennbarer Pseudarthrose trotz vorangegangener Schraubenosteosynthese und Beckenkammspan‑Interposition
CT‑Bild mit sichtbarer Teilkonsolidierung einer Kahnbein‑Pseudarthrose nach fünf Monaten Therapie
Kahnbein‑Pseudarthrose nach fünf Monaten gezielter Therapie
CT‑Bild mit deutlicher Konsolidierung einer Kahnbein‑Pseudarthrose zehn Monate nach Therapiebeginn
Fortgeschrittene knöcherne Heilung des Kahnbeins nach zehn Monaten gezielter Therapie

Ausgangssituation: Sturz, Operation – und dennoch persistierende Pseudarthrose

Der Patient stürzte im September 2024 auf die linke Hand. Die CT‑Diagnostik zeigte eine Scaphoid‑Pseudarthrose, weshalb am 04.12.2024 eine operative Versorgung erfolgte:

  • Resektion der Pseudarthrose
  • Interposition eines kortikospongiösen Beckenkammspans
  • Fixation mittels Herbert‑Schraube

Trotz korrekter Operation zeigte sich im März 2025 weiterhin eine persistierende Pseudarthrose – ein bekanntes Risiko bei Kahnbeinfrakturen.

Schmerzprofil bei Erstvorstellung in meiner Praxis

Bei der Vorstellung in meiner Praxis für regenerative Orthopädie im März 2025 berichtete der Patient über:

  • durchschnittliche Schmerzen: 5/10
  • Ruheschmerzen: 3/10
  • Anlaufschmerzen: 3/10
  • Alltagsbeeinträchtigung an ca. 20 Tagen pro Monat

Die Beschwerden waren deutlich, die Funktion eingeschränkt – und eine erneute Operation sollte unbedingt vermieden werden.

Regenerative Therapie: ESWT + EMTT zur Reaktivierung der Knochenheilung

In meiner Praxis kam eine gezielte Kombination aus:

zum Einsatz. Diese biologischen Verfahren aktivieren die Knochenheilung über:

  • Stimulation der Osteoblasten
  • Verbesserung der Mikrozirkulation
  • Aktivierung von Wachstumsfaktoren (VEGF, BMP‑2)
  • Förderung der Knochenneubildung
  • Reduktion chronischer Schmerzen

Gerade bei Pseudarthrosen ist diese Form der biologischen Reaktivierung entscheidend.

Verlauf und Ergebnisse: Von chronischen Schmerzen zu fast vollständiger Heilung

📅 CT August 2025: Deutliche Teilkonsolidierung der ehemaligen Pseudarthrose.

📅 Kontrolle Dezember 2025: Rund 80 % Konsolidation – ein klarer Hinweis auf erfolgreiche Knochenregeneration.

💪 Aktueller Status: Der Patient ist vollständig schmerzfrei, belastbar und im Alltag uneingeschränkt.

Fazit: Regenerative Orthopädie als echte Alternative zur Re‑Operation und auch zur Primärversorgungn

Dieser Fall zeigt, dass selbst eine persistierende Scaphoid‑Pseudarthrose nach Operation durch gezielte regenerative Therapie erfolgreich zur Heilung gebracht werden kann.

Die Kombination aus ESWT und EMTT:

  • reaktiviert die Knochenheilung
  • reduziert Schmerzen nachhaltig
  • verbessert die Funktion
  • kann eine erneute Operation vermeiden
  • ist risikoarm und wissenschaftlich fundiert

Für Patientinnen und Patienten mit verzögerter Frakturheilung oder Pseudarthrosen stellt diese Therapie eine effektive, moderne und biologisch sinnvolle Alternative dar.

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