Fersensporn-Plantarfasziitis

Bei einem Fersensporn bzw. einer Plantarfasziitis klagt der Patient im Anfangsstadium über einen morgendlichen Anlaufschmerz. Je länger die Beschwerden bestehen, um so mehr nehmen sie im Tagesverlauf zu.

Was ist die Ursache für die Entstehung der Fersenschmerzen bei Plantarfasziitis bzw.Fersensporn?

Die Ursache für die Fersenschmerzen ist meistens eine Überlastung der Plantarfaszie. Diese ist eine kräftige Sehnenplatte, die die Fußsohle aufspannt. Diese bildet im Wesentlichen das Fußgewölbe, indem sie sich von der Ferse bis zu den Zehen aufspannt.

Meistens entstehen die Beschwerden aufgrund einer Verkettung verschiedener Faktoren mit konsekutiver Überlastung des Fußes:

  • Beckenverwringung aufgrund einer ISG-Blockierung mit folglicher variabler Beinlängendifferenz.
  • Schonphase eines Beines aufgrund einer Verletzung, Operation (z.B. Hüft-Prothese, Knie-Prothese), Muskelfaserrisses, etc.
  • Fußdeformitäten wie z.B.: Knick-Senk-Spreizfuß,etc.
  • Überlastung durch einen Schuhwechsel z.B. Barfußschuh, etc.
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft

Die Überlastung führt zu Mikroverletzungen der Faszie.

Auf eine vermehrte Belastung reagieren die Sehnenzellen (Tenozyten) mit einer Bildung von Proteinen (Proteoglykane). Diese kommen eigentlich im Knorpel vor. Proteoglykane speichern deutlich mehr Wasser ein. Folglich ist eine Querschnittsvergrößerung der Sehne zu beobachten. Dies lässt sich sonographisch darstellen. In dieser Phase reagieren die Tenozyten extrem sensibel auf Belastung. Eine Erhöhung der Trainingsintensität führt zu einer Schmerzzunahme. Je mehr Proteoglykane sich in der Sehne befinden, desto mehr Narbengewebe ist in der Sehne vorhanden. Die Folge ist, dass mehr und mehr Mikrogefäße (Neovaskularisierung) einsprießen. Leider sprießen hier auch Nerven mit ein, weshalb der Schmerz zunimmt. Letztendlich kann ein Fersensporn als Folge dieser vernarbenden Reperaturprozesse entstehen.

Des Weiteren zeigen sich zusätzlich aktive Triggerpunkte mit einer verkürzten Wadenmuskulatur. Diese Mehrbelastung wirkt sich offensichtlich ungünstig auf die Plantarfaszie aus.

Was kommt differentialdiagnostisch in Betracht?

  • posttraumatische Ödeme
  • Ermüdungsbrüche des Fersenbeines
  • degenerative Ausdünnung des Fettpolsters beim älteren Menschen
  • S1-Wurzelreizung bei Bandscheibenvorfall
  • Aktive Triggerpunkte mit „referred pain“ Schmerzaustrahlung
  • Nervenkompression oder Irritation des Tibialisnervs im Bereich des medialen Fersenbereiches

Wie erfolgt die Diagnose?

Oft reich schon die Anamnese, Inspektion und klinische Untersuchung aus.

Hier zeigt sich ein typischer Druckschmerz im Bereich der Plantarfaszie.

Mit einem Ultraschall kann strahlungsarm ein Fersensporn nachgewiesen werden. Ebenfalls kann eine Faszienverdickung bei Plantarfasziitis beobachtet werden.

Natürlich kann auch mittels Röntgenbild der Sporn nachgewiesen werden.

Dieser ist aber auch bei jedem 10. Gesunden vorhanden, weshalb er für sich alleine keinen eindeutigen Krankheitswert hat.

Bei etwa der Hälfte der Patienten werden bei Fersenschmerzen kein Fersensporn nachgewiesen.

Mittels Kernspintomographie kann ein Knochenmarksödem nachgewiesen werden.

Wie sieht die Therapie der Plantarfasziitis bzw. Fersensporn aus?

Tägliche Eigenübungsprogramm mittels Faszienrolle sind ein Hauptbestandteil des Therapiekonzeptes von mir.

Bei der Behandlung wende ich eine Kombinationstherapie von Osteopathie/ Stoßwellentherapie , Akupunktur und Myoreflextapes an.

Bei der Osteopathie ist das Hauptaugenmerk funktionelle Dysbalancen der LWS, Becken, Beseitigung aktiver Triggerpunkte.

Die Stoßwellentherapie hat sich mit den Eigenübungen als die effektivste Kombination herausgestellt.

Begleitend ist natürlich eine gute Einlagenversorgung erforderlich, um den Heilungsprozess (ähnlich wie ein Gips am Unterarm) nicht zu stören.

Tapes haben sich ebenso als vorteilhaft erwiesen.

Zögern Sie nicht mit einer Terminvereinbarung bei mir!

Aus rechtlichen Gründen bin ich verpflichtet Ihnen mitzuteilen, dass bei oben genannte Erkrankungen/Text kein Anspruch auf Korrektheit und vor allem Vollständigkeit besteht. Es ersetzt auch keinen Arztkontakt. Es soll Ihnen einen Überblick möglicher Erkrankungen und vor allem Behandlungsmöglichkeiten geben.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein
Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände gegeben werden kann. Für den Bereich der Wirbelsäule,
z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.) Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht, die Wirkungsweise der osteopathischen Medizin , Akupunktur und Stoßwellentherapie für das Plantarfasziitis und Fersensporn evident belegen.

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