Meniskusriss

Das Kniegelenk ist aufgrund seiner vielfältigen Funktionen mit Streck- und Beugebewegungen und auch geringen Drehbewegungen nicht nur ein großes Gelenk, sondern auch ein kompliziertes Gelenk. Um diese Bewegungsrichtungen zu ermöglichen, sind im Kniegelenk zwei Kreuzbänder und zwei Menisken vorhanden.

Es gibt den Innenmeniskus und den Außenmeniskus. Diese fungieren quasi als Gleitlager und Stoßdämpfer für die Gelenkfläche. Sie wirken in ihrer Funktion als Bremsblöcke zwischen dem Ober- und Unterschenkel.

Es gibt verschiedene Rissformen. Es gibt Längsrisse, Radiärrisse und Korbhenkelrisse.

Der Innenmeniskus reißt aufgrund der anatomischen Beziehung zum Innenband am häufigsten. Hierbei ist das Innenband mit dem Innenmeniskus verwachsen.

Es gibt darüber hinaus auch eine Dreierverletzungskombination (Unhappy Triad). Dabei reißt zusätzlich auch noch das vordere Kreuzband.

Da der Außenmeniskus nicht mit dem Außenband verwachsen ist, reißt er nicht so häufig ein.

Ist ein Riss im Meniskus vorhanden, können schon leichte Bewegungen zu starken Schmerzen führen. Zusätzlich kommt es im Kniegelenk zu einem Verlust seiner Stoßdämpfer- und Gleitlagerfunktion. Die Beschwerden sind jedoch je nach Art, Größe und Lokalisation des Risses vielfältig.

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Was ist die Ursache?

Die meisten Meniskusrisse entstehen durch ein akutes Verdrehtrauma, beispielsweise beim Sport.

Bei vielen Sportarten müssen schnelle Rotationsbewegungen durchgeführt werden (z.B. Skifahren, Fußballspielen etc.). Somit treten die akuten Einrisse bei eher sportlich aktiven Menschen auf.

Des Weiteren können Meniskusrisse auch im Laufe der Zeit, meistens ab dem 40. Lebensjahr, durch Verschleißprozesse (degenerativ) einreißen. Diese Verschleißprozesse schreiten mit dem Alter fort.

Welche Symptome treten auf?

Ein Meniskusriss geht mit einem akuten, stechenden Schmerz (innen und außen) einher.

  • hinkendes Gangbild
  • stechender Schmerz, je nach Lokalisation innen oder außen
  • Blockierungsphänomen
  • Einklemmungserscheinungen, häufig wird es auch als Schnappen verspürt
  • Einschränkung der Beweglichkeit
  • Ergussneigung nach Belastung
  • Schmerzen beim Treppensteigen, bei Beugung der Kniegelenkes
  • Schwellung (diese ist aber eher selten)
  • Druckschmerz am Kniegelenk aufgrund der Reizung (Entzündung im Kniegelenk)

Wie erfolgt die Diagnostik?

Als erstes erfolgt eine Anamnese. Anschließend findet die klinische Untersuchung mit spezifischen Tests zur Untersuchung eines Meniskusrisses statt.

Danach werde ich mit meinem hochauflösendem Ultraschallgerät das Kniegelenk untersuchen. Hierbei sind Meniskuseinrisse sehr gut darstellbar.

Hier zeigt sich ein großer Innenmeniskusriss.

Bei akuten Unfällen ist eine radiologische Untersuchung zum Ausschluss einer Verletzung knöcherner Strukturen (der Meniskus selbst kann nicht im Röntgenbild dargestellt werden) erforderlich.

Abhängig vom Untersuchungs- und Ultraschallbefund werde ich eventuell eine externe MRT- und Röntgenuntersuchung einleiten.

Was ist die Therapie?

Je nach Ausmaß und Lage des Risses kann eine arthroskopische Naht oder Entfernung des Meniskus unabdingbar sein. Dies hängt jedoch von Klinik, Alter und Anspruch des/der Patienten/Patientin ab.

Studien belegen, dass vor allem im höherem Alter kein wesentlicher Vorteil bei einer Operation besteht. Bei einer konservativen Therapie ist es das Ziel den Reizzustand des Kniegelenkes zu reduzieren.

Funktionelle Beschwerden sind sehr oft mit die Ursache für Meniskusbeschwerden

Sehr häufig sehe ich auffällige Dysbalancen der Becken-Bein-Kette, muskuläre Verspannungen (sogenannte Triggerpunkte) mit einem sogenannten Myofaszialsyndrom.

Da verspannte verkürzte Muskeln eine höhere Sehnenspannung mit letztendlicher Reizung mit sich bringen, wird der Gelenkspalt vermehrt zusammengezogen. Hierbei kommt es zur weiteren Reizung im Gelenk. In vielen Fällen haben die Patient/innen, trotz bestehendem Meniskusriss, keinerlei Probleme mehr nach der Beseitigung der Triggerpunkte. Funktionelle Störungen, wie Beckenschiefstand und Fußfehlstellungen, sind sehr häufig eine Ursache für Knieschmerzen.

Das Therapieziel ist, muskuläre Dysbalancen zu finden und zu beseitigen!

Bei der Behandlung wende ich eine Kombinationstherapie von OsteopathieStoßwellentherapieAkupunktur und Myoreflextapes an. 

Ebenfalls kann eine PRP-Therapie bei degenerativen Beschwerden stattfinden. Sie gehört zu den modernsten Behandlungsverfahren aus körpereigenen Blutbestandteilen zur Behandlung von Arthrose.

Zögern Sie nicht mit einer Terminvereinbarung bei mir!

kein Anspruch auf Korrektheit und vor allem Vollständigkeit besteht. Die Erklärung ersetzt keinen Arztkontakt. Sie soll Ihnen einen Überblick über die möglichen Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten verschaffen.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein
Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände gegeben werden kann. Für den Bereich der Wirbelsäule,
z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.) Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht, die Wirkungsweise der osteopathischen Medizin, Stoßwellentherapie und Hyaluronsäure für die Gonarthrose evident belegen. Bei der Akupunktur gibt es viele aussagekräftige Studien bzgl. der Gonarthrose.

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