Knieschmerzen

Das Kniegelenk ist täglich starken Belastungen im Körper ausgesetzt. Es ist ein Dreh-Scharniergelenk und ist das größte Gelenk des Körpers.

Aufgrund der starken Belastungen kann es zu Abnutzungserscheinungen kommen, was zu Beschwerden im täglichen Leben führt.

Des Weiteren ist das Kniegelenk sehr verletzungsanfällig, da bei Start-Stopp-Bewegungen Rotationskräfte auf das Gelenk einwirken. Hierbei werden Sehnen und Bänder stark belastet.

Zu den häufigsten Verletzungen des Kniegelenkes gehören Meniskusrisse und Kreuzbandrisse.

Sehr häufig spielen Sehnenreizungen durch chronische Überlastungen eine Rolle.

Knieschmerzen können beispielsweise folgende Ursachen haben:

  • Meniskusriss
  • Kreuzbandriss
  • Patellaspitzensyndrom
  • Pes anserinus-Syndrom
  • Morbus Osgood-Schlatter
  • Kniegelenksverschleiß (Gonarthrose)
  • Bruch des Kniegelenkes (z.B. distale Femurfraktur Tibiakopffraktur)
  • Triggerschmerz mit Myofaszialsyndrom im Kniegelenk
  • Achsfehlstellung wie O-Bein, X- Bein, Knick-Fuß
  • Quadrizepssehnenruptur
  • Bursitis präpatellaris

Orthopäden
in und um Wendlingen am Neckar auf jameda

Ganzheitliche Orthopädie
in Wendlingen
Privatpraxis Dr. med. Severin Welter für Orthopädie, Osteopathie, Stoßwellentherapie und Akupunktur!

Langfristig kann die chronische Überlastung zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß (Arthrose) führen.

Bei Knieschmerzen muss man zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterscheiden. Die akuten sind meist durch ein akutes Trauma bedingt.

Je früher die exakte Diagnose gestellt und mit einer gezielten Therapie begonnen wird, desto schneller kann eine Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit erzielt werden.

Häufig sind funktionelle Ursachen der Auslöser für die Knieschmerzen.

Muskuläre Dysbalancen im Kapsel-Band-Apparat oder in der Muskulatur können für Knieschmerzen mitverantwortlich sein. Aufgrund einer veränderten Körperstatik, zum Beispiel bei einem Knick-Senk-Fuß, X-Bein oder O-Bein, kann es zu Schmerzen im Knie und auch in der Wirbelsäule kommen. Die chronische Fehlbelastung kann zu Verspannungen der umliegenden Muskulatur (sogenannte Triggerpunkte) im Knie führen. Dadurch kommt es letztendlich zu einem vermehrten Gelenkverschleiß (Arthrose). Beispielhaft können Sie sich das Verstellen der Achse am Auto vorstellen: Als Folge wird der Reifen ungleich vermehrt abgefahren.

Der Knieschmerz ist vor allem bei Sportlern sehr häufig durch Sehnenreizungen zu erklären

Das sogennnte Patellaspitzensyndrom auch „Jumper Knee“ oder „Springer Knie“ ist eine Sehnenreizung der Patellasehne. Diese ist die Verbindung zwischen dem Oberschenkelmuskel (M. quadriceps femoris) und der Kniescheibe (Patella).

Jumper knee oder Springerknie,
Links im Bild sieht man eine rötliche Wolke. Hier zeigt sich eine chronische Patellasehnenreizung mit Gefäßneubildung (Neovaskularisation Grad 3).

Bei dem sogenannten Pes anserinus-Syndrom besteht im Ansatzbereich der Pes anserinus Sehne im vorderen mittleren Bereich des Schienbeinkopfes etwas unterhalb des mittleren Gelenkspaltes, die ursprünglich von drei Muskeln an der Innenseite des Oberschenkels gebildet wird, eine Entzündung. Der Pes anserinus wird von dem M. gracilis, M. semitendinosus und M. semimembranosus gebildet.

Das Pes anserinus-Syndrom wir leicht mit Meniskusproblemen verwechselt, wenn es zu Dysbalancen oder Überlastung dieser Muskeln kommt!

Als Symptom zeigt sich oftmals eine starke Berührungsempfindlichkeit auf der Innenseite des Kniegelenkes.

Triggerpunkte in den Adduktoren können ebenfalls mit in den Pes anserinus ausstrahlen.

Ein möglicher Zusammenhang der Dysbalancen kann wiederum mit einem Beckentiefstand und einer eventuell folglichen ISG-Blockierung einhergehen.

Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)

Bei der Kniegelenksarthrose ist der schützende Knorpel aufgelöst. Bildlich: Als wäre das Profil eines Reifens abgefahren und man würde mit dem Auto auf der Felge fahren.

Die Arthrose kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Gewicht, Ernährung und auch Belastung spielen eine wesentliche Rolle. Meistens sind die Patient/innen erst im höheren Lebensalter betroffen. Jüngere Patient/innen können aber ebenso betroffen sein. Meistens entsteht durch eine Achsfehlstellung wie O-Bein oder X-Bein, Fußfehlstellung oder durch eine Verletzung oder Bruch im Knie eine vorzeitige Arthrose (sekundäre Arthrose).

Was sind die Symptome bei einem Kniegelenksverschleiß?

Meistens klagen die Patient/innen über Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen, morgendlichen Ruheschmerz. Im fortgeschrittenen Arthrosestadium treten Ruheschmerzen bei Nacht und bei Tag auf. Des Weiteren zeigt sich beim Fortschreiten der Arthrose eine zunehmende Bewegungseinschränkung. Die Arthrosen des Kniegelenkes treten häufiger auf der Innenseite des Kniegelenkes auf.

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Meniskusriss

Hier zeigt sich ein großer Innenmeniskusriss.

Meniskusrisse können akut durch ein Verdrehtrauma entstehen. Des Weiteren können Sie sich aber auch degenerativ im Laufe der Zeit entwickeln. Hierbei reißt der Meniskus meistens in einem Bereich, in dem er weder durchblutet noch mit Nerven versorgt ist. Der Schmerz kommt lediglich, wenn der Meniskus im Kniegelenk einklemmt. Der/Die Patient/in klagt meistens über einen stechenden Schmerz. Des Weiteren berichtet er/sie über Blockierungen.

Die Diagnose lässt sich klinisch feststellen. Des Weiteren habe ich mit meinem hochauflösenden HD-Ultraschallgerät die Möglichkeit einen Meniskusriss darzustellen.

Studien belegen, dass vor allem im höherem Alter kein wesentlicher Vorteil bei einer Operation besteht. Bei einer konservativen Therapie ist das Ziel, den Reizzustand des Kniegelenkes zu reduzieren.

Kreuzbandriss

Das Kreuzband dient zur Stabilisierung des Kniegelenkes. Meistens kommt es durch Sportunfällen beim Skifahren, Fußball, etc. zu einem Kreuzbandriss.

Hierbei kommt es zu einem Verdrehtrauma des Schienbeines gegen den Oberschenkelknochen. Nicht selten ist auch ein Schnalzgeräusch zu hören, wie bei einer Achillessehnenruptur. Führende Symptomatik ist ein Instabilitätsgefühl vorne innen. Dies wird auch „Giving-way Phänomen“ genannt. Ebenfalls kommt es unmittelbar zu einer starken Schwellung des Kniegelenkes.

Hier ist die unmittelbare Diagnostik sehr wichtig, so dass keine schlimmeren Folgeschäden im Kniegelenk entstehen. Durch spezifische Funktionstests kann ein/e versierte/r Untersucher/in einschätzen, ob ein Kreuzbandriss vorliegt. Der Kreuzbandriss sollte bei jüngeren Menschen auf jeden Fall operiert werden. Dennoch gibt es auch hier nicht immer eindeutige OP-Indikationen. Bei älteren Menschen kann auch eine konservative Therapie stattfinden. Letztendlich muss anhand der individuellen Situation und der langfristigen sportlichen Erwartungshaltung abgewogen werden, ob eine weitere konservative oder operative Therapie geplant werden soll. Ich werde dies mit Ihnen gerne erörtern.

Die unmittelbare Behandlung mittels einer Stoßwellentherapie, ob konservativ oder operativ hat sich in vielen Fällen als sehr vorteilhaft erwiesen.

In dem Paper Doz. Dr. Patrick Weninger, Leiter der Praxis KNIE & SPORT und Oberarzt im Orthopädischen Spital erklärt sehr ausführlich, warum eine Stoßwellentherapie unmittelbar nach einer Verletzung oder nach der Operation sinnvoll ist.

Innenbandruptur

Eine Verletzung des Innenbandes erfordert in der Regel einen Aufklappmechanismus des inneren Gelenkspaltes. Häufig sind dabei weitere Gelenkbinnenstrukturen betroffen. Die operative Versorgung einer Innenbandverletzung wurde weitgehend verlassen und stellt heute eine Domäne der funktionellen Behandlung ohne operatives Eingreifen dar.

Nicht selten kommt es zu einer Kombinationsverletzung (Unhappy Triad).

Hierbei ist das Innenband, der Innenmeniskus und das vordere Kreuzband verletzt.

Kindlicher Knieschmerz

Ein Knieschmerz bei Kindern tritt meistens bei sehr sportlich aktiven Kindern auf. Er kann jedoch auch in den Wachstumsphasen auftreten. Meistens kommt es hierbei zu Beschwerden im Bereich der Patellasehne. Abhängig von der Lokalisation gibt es nun verschiedene Eigennamen der Erkrankung. Bei der sogenannten Sinding-Larsen-Krankheit bestehen die Probleme im oberen Bereich der Patellasehne. Im Erwachsenenalter wird es das Patellaspitzensyndrom genannt. Beschwerden im unteren Bereich der Patellasehne werden als Morbus Osgood-Schlatter bezeichnet. Bei rechtzeitiger Diagnose haben beide Erkrankungen eine gute Prognose. Die Therapie erfolgt stets konservativ, also ohne Operation.

Ich beobachte sehr häufig bei Kindern im Wachstumsalter Beschwerden, welche auf funktioneller Basis entstehen. Letztendlich ist auch hier das Ziel, Dysregulationen zu finden und diese osteopathisch zu beseitigen.

Bestehen bei einem Kind in Ruhe und Belastung Beschwerden, muss leider letztendlich auch an einen Tumor gedacht werden. Hier ist bei Verdacht eine schnellstmögliche Diagnostik erforderlich.

Wie können die Knieschmerzen behandelt werden?

In meiner Behandlung werde ich zunächst gründlich nach der Lokalisation und grundlegenden Ursachen des hervorgerufenen Schmerzes suchen. Mit gezielten Tests überprüfe ich die Menisken, Kreuzbänder und Außen- und Innenbänder. Mit meinem hochauflösendem HD-Ultraschallgerät habe ich die diagnostische Möglichkeit Schädigungen festzustellen.

In meiner ganzheitlichen orthopädischen Privatpraxis werde ich mit manualmedizinischen Techniken und osteopathischen Techniken die Becken-Bein-Kette behandeln. Ich werde Verspannungen, sogenannte Triggerpunkte aufsuchen und mittels Dry-needeling (Akupunktur) und/oder Stoßwellentherapie beseitigen. Die Akupunktur gehört ebenfalls zu meinem Therapiekonzept bei Kniebeschwerden.

Bei entzündlichen Prozessen im Knie sowie bei einer Kniegelenksarthrose hat sich eine Injektionstherapie mit Eigenblut (Plated Rich Plasma-PRP) und/oder Hyaloronsäure vielfach bewährt. Sie ist deshalb ein fester Bestandteil meines Behandlungskonzeptes.

Ich werde sie ebenfalls über die richtige Ernährung und eventuelle Nahrungsergänzungsmittel beraten. Naturheilkundliche Medikamente kommen ebenfalls zum Einsatz.

Je früher die Diagnose gestellt und mit einer gezielten Therapie begonnen wird, desto schneller kann der Schmerz wieder verschwinden oder gelindert werden.

Zögern Sie nicht mit einer Terminvereinbarung bei mir.

Aus rechtlichen Gründen bin ich verpflichtet Ihnen mitzuteilen, dass bei oben genannten Erkrankungen kein Anspruch auf Korrektheit und vor allem Vollständigkeit besteht. Die Erklärung ersetzt keinen Arztkontakt. Sie soll Ihnen einen Überblick über die möglichen Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten verschaffen.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein
Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände gegeben werden kann. Für den Bereich der Wirbelsäule,
z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.) Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht, die Wirkungsweise der osteopathischen Medizin, Stoßwellentherapie und Hyaloronsäure für die Gonarthrose evident belegen. Bei der Akupunktur gibt es viele Aussagekräftige Studien bzgl. der Gonarthrose.

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